Die gefährlichste Insel Deutschlands
Die Ostseeinsel Riems bei Greifswald wird oft als gefährlichste Insel Deutschlands bezeichnet - oder auch als Alcatraz für Viren. Dort befindet sich nämlich in einem zum Sperrgebiet erklärten Bereich das Friedrich-Loeffler-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. In seinen Laboren der höchsten Sicherheitsstufe 4 forschen Wissenschaftler an den tödlichsten Erregern der Welt.
Das Solarturmkraftwerk Jülich
Das Solarturmkraftwerk Jülich ist Deutschlands einziges und auch europaweit einzigartiges solarthermales Versuchskraftwerk mit zwei Türmen, von denen einer rund 60 Meter hoch ist. Davor ein Feld mit über 2000 Spiegeln, die das Sonnenlicht 1.000-fach bündeln und die Luft am Turm auf 700 °C erhitzen. Damit wird eine Turbine angetrieben, die CO₂-frei Strom für rund 400 Haushalte erzeugen kann. Das sieht beeindruckend aus, hat ein bisschen was vom Auge Saurons aus Herr der Ringe, weil die Turmspitzen durch das Sonnenlicht extrem hell beleuchtet sind.
Eines der größten Autotestzentren der Welt
Das Testgelände Ehra-Lessien in der Nähe von Wolfsburg ist eines der größten Autotestzentren der Welt. Knapp 100 km private Straßen mit unterschiedlichen Belägen, Schleifen, Steigungen, Gefällen, Kurven und Geraden. Die berühmte Gerade für Hochgeschwindigkeitsfahrten ist rund 9 Kilometer lang - so lang, dass man wegen der Erdkrümmung nicht vom einen Ende zum anderen sehen kann. Alles natürlich Blickdicht umzäunt und abgeriegelt.
Der längste Straßentunnel Deutschlands
Der Rennsteigtunnel auf der A71 zwischen Gräfenroda und Oberhof in Thüringen ist der längste Straßentunnel Deutschlands. Mit 7916 Metern länge ist er außerdem der fünftlängste zweiröhrige Straßentunnel in Europa. Der Tunnel unterquert den Kammweg Rennsteig, einen historischen Grenzweg im Thüringer Wald, vom dem er seinen Namen hat.
Der längste Gemeindename Deutschlands
Der Ort Hellschen-Heringsand-Unterschaar im Landkreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein hat mit 32 Buchstaben den längsten Gemeindenamen Deutschlands. Außerdem ist sie neben Rehm-Flehde-Bargen eine von nur zwei Gemeinden in Deutschland, die einen Tripelnamen haben. In Hellschen-Heringsand-Unterschaar leben rund 160 Menschen.
Die Donauquelle
Die Donauquelle in Donaueschingen ist ein kunstvoll gefasstes Quellbecken im Schlosspark der Stadt, das symbolisch als Ursprung der Donau gilt. Das Quellwasser der Donauquelle entspringt aus Regenwasser, das im Schwarzwald in der Erde versickert und als Karstquelle im Park aus dem Boden tritt. Historisch wurde die Quelle bereits seit dem 15. Jahrhundert als Donauursprung beschrieben und ist heute ein bekanntes Ausflugsziel sowie Ausgangspunkt des Donauradwegs. Etwa 1,5 km östlich von Donaueschingen fließen die beiden Quellflüsse Brigach und Breg zusammen, die geologisch als eigentliche Quellflüsse der Donau gelten.
Die Slawenburg Raddusch
Die Slawenburg Raddusch ist ein originalgetreuer Nachbau von einer slawischen Fliehburg aus dem 9./10. Jahrhundert, die heute als Museum und Restaurant dient. Der Ringwall hat einen Durchmesser von ca. 58 Metern, ist 10 Meter breit und bis zu 9 Meter hoch. Er bot den Menschen damals Schutz vor Angriffen.
Das höchste Bürogebäude Thüringens
Der Jentower in Jena ist mit 144,5 m Höhe (mit Antennenspitze 159,60 m) das höchste Bürogebäude Thüringens. Anfang der 1970er erbaut, sollte der gläserne Rundturm optisch an ein Fernrohr erinnern und als Forschungszentrum des Kombinates Carl Zeiss Jena genutzt werden. Da dies nach Fertigstellung jedoch keinen Bedarf hatte, wurde der Turm der Uni zur Nutzung übergeben. Heute wird der Turm überwiegend von verschiedenen Firmen als Bürogebäude genutzt.
Die Cloef
Die Cloef ist der berühmte Aussichtspunkt (Schutzhütte mit Besucherterrasse) im Scheitel der Saarschleife - wo man den besten Blick auf die Schleife hat und darum dort auch die meisten Bilder gemacht werden. Der Name kommt entweder aus dem Lateinischen - von Clivus oder Clevus, was so viel wie „Abhang“ bedeutet - oder es kommt vom Keltischen - wo es mit „steiniges Kerbtal“ übersetzt werden kann. Beides würde passen, weil die Cloef auf einer vorspringenden Felsformation aus Taunusquarzit steht, die sich bis zur Saar unterzieht.
Das tiefste Bohrloch Deutschlands
Das tiefste Bohrloch Deutschlands ist mit exakt 9101 Metern auch eines der tiefsten der Welt. Entstanden durch das Kontinentale Tiefbohrprogramm der Bundesrepublik Deutschland (KTB) zur Erforschung der Erdkruste. Gebohrt hat man, bis eine Temperatur von 300 Grad erreicht wurde, weil die verfügbaren Messgeräte nur bis zu dieser Temperatur funktioniert haben. Darum exakt 9101 Meter. Eigentlich hätten es 12 Kilometer werden sollen. Wer mehr wissen will: Die Anlage und der Bohrturm in Windischeschenbach bei Weiden in der Oberpfalz können besichtigt werden.